{"id":121,"date":"2021-08-15T17:38:25","date_gmt":"2021-08-15T15:38:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ballastwissen.de\/?p=121"},"modified":"2021-08-17T14:17:36","modified_gmt":"2021-08-17T12:17:36","slug":"die-albernische-ballade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ballastwissen.de\/?p=121","title":{"rendered":"Die Albernische Ballade"},"content":{"rendered":"\n<p>Erz\u00e4hlen will ich eine M\u00e4r,<br>die nicht ganz wahr aus meinem Mund<br>doch tun wir so als wenn&#8217;s so w\u00e4r<br>und mein Gedicht nicht frei erfund&#8216;.<\/p>\n\n\n\n<p>Ulwein war ein M\u00fcllerssohn<br>und auch stattlich anzuseh&#8217;n,<br>der stets verprasste seinen Lohn<br>mit Huren, Spiel und Zechen geh&#8217;n.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch dann kam Bronwyn, Ritters Tochter,<br>h\u00fcbsch und lieblich, wie sie war,<br>ihr Haar und Wesen, ja das mocht&#8217;er<br>denn Liebe tr\u00fcbt denn Geist, na klar.<\/p>\n\n\n\n<p>Er \u00fcbte sich in hoher Minne<br>voll Gram ob Standesferne.<br>Doch wunderts ihn, dass doch was ginge,<br>denn Bronwyn mocht&#8216; ihn gerne.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie trafen sich erst heimlich nur,<br>doch sp\u00e4ter auch im Garten.<br>Der ew&#8217;gen Liebe Treueschwur<br>doch mussten sie noch warten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Schritt im Gartenrund<br>sie h\u00f6rten Rahjas Stimm erbeben<br>strebten an den Traviabund<br>doch Vater wollt&#8217;s nicht segnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als der F\u00fcrst zu Waffen rief,<br>sah Ulwain im Bestreben<br>zum Werber jetzt ganz schnell er lief<br>denn Held, das wollt er werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Held er wollte \u00fcberschreiten<br>die Grenz des Standes, die da war,<br>mit stolzen Schultern zu ihr reiten<br>des Vaters Segen sich gewahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Bronwyn schenkt er einen Krug<br>gef\u00fcllt mit Wasser aus dem Fluss<br>bevor sie trank den letzten Zug<br>zu Hause er sein muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Krieg, der war in weiter Ferne<br>Blut und Asch&#8216; Ulwain empfing.<br>Die dort starben mocht er gerne<br>mit dem Tod auch er oft ringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch tapfer war der M\u00fcllerssohn,<br>denn Lieb&#8216; im Herz er trug.<br>Erlangte schlie\u00dflich seinen Lohn<br>der F\u00fcrst ihn stolz zum Ritter schlug.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Hause er jetzt ganz schnell ritt.<br>Voll Hoffnung er nun war.<br>Mit Bronwyn wollt&#8216; er Schritt f\u00fcr Schritt<br>bald vor den Traualtar.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch Krieg war nicht nur in der Ferne,<br>nein auch in den albernisch&#8216; Landen.<br>denn kaum war fort der Herren W\u00e4rme<br>um Hecken stritten sich die Banden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort fand er auch nur Asch&#8216; und Blut.<br>Und seiner Eltern stolze M\u00fchle<br>lag noch in Tr\u00fcmmern von der Wut.<br>In ihrer Glut er w\u00fchlte.<\/p>\n\n\n\n<p>Voll Angst schritt er zur Burg hinauf<br>wo auch die Schlacht wohl tobte.<br>Er hoffte noch sehr lange drauf,<br>dass Bronwyn \u00fcberlebte.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch schwand die Hoffnung allzubald,<br>fand zerbrochen seinen Krug.<br>Bronwyn floh nicht in den Wald,<br>denn ihr Bett war voller Blut.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Schatten eines Gr\u00e4berstein&#8216;<br>fand er schlie\u00dflich Bronwyns Grab.<br>Unertr\u00e4glich seine Pain,<br>denn dieser ein Geheimnis barg.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier lag Bronwyn fest umschlungen<br>mit ihrem so geliebten Sohn.<br>Ulwains Sohn war dieser Junge<br>Ihr G\u00f6tter, warum dieser Hohn?<\/p>\n\n\n\n<p>So kniet er nun im heimisch&#8216; Regen<br>doch fand er nicht den Traviasegen.<br>Er strebte nach dem Traualtar,<br>doch hier jetzt nur noch Trauer war.<\/p>\n<br class=\"fixfloat\" \/>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erz\u00e4hlen will ich eine M\u00e4r,die nicht ganz wahr aus meinem Munddoch tun wir so als wenn&#8217;s so w\u00e4rund mein Gedicht nicht frei erfund&#8216;. 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